Treffen am
  20. November 2002

 
 
 


Horst Metzing zu Gast im Lasker-Treff

Von Susanna Poldauf

Für Horst Metzing, den Geschäftsführer des DSB, dem ein gemütlicher Abend bei der Lasker Gesellschaft in Aussicht gestellt war, wurde es dann doch richtig anstrengend. Ganze 3 ½ Stunden mußte er den wie immer interessierten und kritisch denkenden Laskerianern Rede und Antwort stehen.

Horst Metzing

Das Thema des Abend waren die Ergebnisse des jüngsten FIDE-Kongresses vom 8. bis 10. November 2002 im Rahmen der Schacholympiade in Bled. Herr Metzing berichtete ausführlich und verriet auch einige Insiderinformationen, zum Beispiel über das Zustandekommen der Wiederwahl von FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov. Dies zog gleich Fragen der Anwesenden zur grundsätzlichen Organisation und zum Selbstverständnis der FIDE nach sich.

Als Generalsekretär des Europäischen Schachverbandes (ECU) kam Horst Metzing auch der Bitte nach, die unterschiedliche Schwerpunktsetzung zwischen den Aufgaben der FIDE und denen der ECU zu erläutern.

Hoch her ging es dann in der Diskussion um das Thema Doping im Schach. Hier prallten schon im kleinen Kreis der Lasker Gesellschaft solch unterschiedliche Meinungen aufeinander, daß man eine Ahnung davon bekam, welch heißes Eisen dieses Thema ist. Der Tenor unter den Laskerianern war allerdings ganz klar die Forderung nach Abschaffung der Doping-Kontrollen im Schach. Doch wurde auch durch Horst Metzings Ausführungen deutlich, wie stark das Thema Doping mit der Interpretation des Schachs als Sportart zu tun hat. Daß diese Zuordnung des Schachs zum Sport mehr als problematisch ist, zeigte die folgende rege Diskussion, in der insbesondere Prof. Hans Holländer leidenschaftlich Gegenargumente vortrug.

Wir danken Horst Metzing für seine Ausdauer bei der Beantwortung der vielen Fragen.

Es sei noch daran erinnert, daß der Deutsche Schachbund seit der Gründung unserer Emanuel Lasker Gesellschaft zu den Mitgliedern zählt.

Bericht vom FIDE-Kongress 2002 in Bled

 

aktualisiert: 8. Dezember 2002