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Horst Metzing zu Gast im Lasker-Treff
Von Susanna Poldauf
Für Horst Metzing, den Geschäftsführer des DSB, dem ein gemütlicher Abend bei
der Lasker Gesellschaft in Aussicht gestellt war, wurde es dann doch richtig anstrengend.
Ganze 3 ½ Stunden mußte er den wie immer interessierten und kritisch denkenden
Laskerianern Rede und Antwort stehen.
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Horst Metzing
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Das Thema des Abend waren die Ergebnisse des jüngsten FIDE-Kongresses vom 8.
bis 10. November 2002 im Rahmen der Schacholympiade in Bled. Herr Metzing berichtete
ausführlich und verriet auch einige Insiderinformationen, zum Beispiel über das
Zustandekommen der Wiederwahl von FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov. Dies zog
gleich Fragen der Anwesenden zur grundsätzlichen Organisation und zum Selbstverständnis
der FIDE nach sich.
Als Generalsekretär des Europäischen Schachverbandes (ECU) kam Horst Metzing
auch der Bitte nach, die unterschiedliche Schwerpunktsetzung zwischen den Aufgaben
der FIDE und denen der ECU zu erläutern.
Hoch her ging es dann in der Diskussion um das Thema Doping im Schach. Hier
prallten schon im kleinen Kreis der Lasker Gesellschaft solch unterschiedliche
Meinungen aufeinander, daß man eine Ahnung davon bekam, welch heißes Eisen dieses
Thema ist. Der Tenor unter den Laskerianern war allerdings ganz klar die Forderung
nach Abschaffung der Doping-Kontrollen im Schach. Doch wurde auch durch Horst
Metzings Ausführungen deutlich, wie stark das Thema Doping mit der Interpretation
des Schachs als Sportart zu tun hat. Daß diese Zuordnung des Schachs zum Sport
mehr als problematisch ist, zeigte die folgende rege Diskussion, in der insbesondere
Prof. Hans Holländer leidenschaftlich Gegenargumente vortrug.
Wir danken Horst Metzing für seine Ausdauer bei der Beantwortung der vielen
Fragen.
Es sei noch daran erinnert, daß der Deutsche Schachbund seit der Gründung unserer
Emanuel Lasker Gesellschaft zu den Mitgliedern zählt.
Bericht vom FIDE-Kongress 2002 in Bled
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