GALERIE
  Kunstgiesserei Flierl

 
 
 


GALERIE Kunstgiesserei Flierl
Schliemannstr. 30
10437 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Freitag 16 – 19 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung (44 55 181 o. 447 323 12)
www.kunstgiesserei-flierl.de


Pressemitteilung

Ausstellung „SCHACH – Das Schachspiel in Bronze, Silber und im Bild“
vom 16.03. bis 07.05.04
Eröffnung: Freitag, 12.03.04, 19:30 Uhr


Schachspiel und Bildende Kunst verbindet die Muße, die zum Genuss des einen wie des anderen unabdingbar ist. Ohne innere Bereitschaft, Konzentration, Liebe und auch ein gewisses Maß an Kennerschaft bleiben beide unerschlossen. Wie im Schachspiel aus einer begrenzten Anzahl von Möglichkeiten immer wieder unendlich viele Varianten gewonnen werden, bietet das Kunstwerk bei intensiver Betrachtung stets neue Aspekte und Erlebnisse.

Seit Anbeginn verbindet Schachspiel und Bildhauerei aber ein ganz unmittelbarer Zusammenhang. Die Schachfigur ist nicht nur ein Spielstein, sie ist ein Charakter. Und als solcher verlangt sie nicht nur nach einem Unterscheidungsmerkmal. Sie verlangt nach sinnlicher Formierung. Bereits in den Namen der Figuren liegt Poesie – Bauer und Turm, Königin und König ... – und diese wirkt weiter in deren Gestaltung. Sei es die abstrakte Charakterisierung durch strenge Zeichenhaftigkeit, sei es die oft verspielte Ausformung naturalistischer Persönlichkeit.

Die Galerie Kunstgiesserei zeigt in ihrer Ausstellung Schachspiele, die von fünf zeitgenössischen Künstlern geschaffen wurden. Jeder der Künstler verleiht seinen Figuren individuelle Facetten. Ironisch-naturalistisch sind die Figuren von Diether Münchgesang und Marco Flierl gestaltet. Sie tragen ihre Eigenschaften als tumber Bauer, hochnäsiger König oder wuchtiger Turm geradezu vor sich her. Die in Bronze und Silber gegossenen Figuren von Trakia Wendisch besitzen trotz ihrer Miniaturhaftigkeit besondere Expressivität. Kantig und von mitunter brutaler Konzentration zeugen sie vom Ernst, der in jedem Spiel steckt. Rudolf Borkenhagen und Henner Kuckuck experimentieren mit verfremdeten und abstrakten Formen. So wird die intellektuelle Distanz des Schachspielers gleichsam in der spielerischen Zeichenhaftigkeit der Figuren aufgehoben.

Die Figuren der gezeigten Schachspiele sind aber nicht nur Spieler in einem großen Spiel. Sie sind jede für sich eine Kleinplastik, Objekte, die individuell gestaltet wurden und individuell bewundert werden wollen. Um diesen Aspekt des Kunstwerkes herauszustreichen, sind sie in der Ausstellung durch eine Auswahl von Kleinplastiken der ausstellenden Künstler ergänzt. Diether Münchgesang hat neben dem Schachspiel in Bronze einen Gemäldezyklus geschaffen, der auf das Schachspiel bezug nimmt.

Die Ausstellung wird am Freitag, den 12.03.04 um 19:30 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Hans Holländer, ein international geachteter Kenner der Symbiose von Kunst und Schachspiel. Es musiziert der Pianist Matthias Klünder. Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung durch die Emanuel Lasker Gesellschaft statt, einer Vereinigung von Freunden des königlichen Spiels mit Sitz im Künstlerklub DIE MÖWE (www.lasker-gesellschaft.de).

Einladung zur Ausstellung im PDF-Format

Links:

 

aktualisiert: 7. März 2004