Märkische Allgemeine
02.07.2002
VOR ORT : POTSDAM : SPORT : SCHACH
76 Spieler beim Schnellturnier in Thyrow am Brett
Lasker-Gesellschaft sehr aktiv
Siegfried Augustat
Zum 8. Schnellschach-Turnier in Thyrow, das den Namen des bisher einzigen deutschen
Weltmeisters Emanuel Lasker trägt, waren trotz des kleinen WM-Fußballfinales 76
Schachspieler angetreten. An dem siebenrundigen Turnier mit 20 Minuten Bedenkzeit
pro Spieler und Partie nahmen auch zahlreiche Potsdamer teil, darunter der Internationale
Meister Ralf Schöne. Am Ende mußte sich Schöne wegen einer Verlustpartie mit Rang
5 und 5,5 Punkten zufrieden geben. Ungeschlagen vorn war Matthias Schöwel aus
Cottbus mit 6 Zählern vor Detlev Kuhne vom gastgebenden Ludwigsfelder SC (6) und
Klaus-Dieter Kesik aus Senftenberg.
Gute Plätze belegten auch die Potsdamer USV-Spieler Volker Svitek (5 Punkte/Rang
8), der 12-jährige Hans-Werner Roitzsch (5/12.), Siegfried Augustat (4,5/18.),
der 14-jährige Robert Hinsche (4,5/20.) und Kathleen Katscher (4/21.) als beste
Frau im Starterfeld. Aber auch die Potsdamer Eugen Pinno von der KJS (mit 4,5
Zählern auf Rang 17), Andreas Vollak von Empor Potsdam (4/24.) und Erhard Bernhöft
vom PSV Mitte (4/25.) schnitten gut ab.
Ganz hervorragend war die Bilanz der USV-Jugendspieler in diesem Turnier. In der
AK U 14 errangen Hans-Werner Roitzsch, Robert Hinsche und Valentin Angermüller
die ersten drei Plätze. In der AK U 16 belegte Rayk Platzek Rang zwei, und in
der AK U 18 landete seine Schwester Janine Platzek auf dem ersten Platz. Hier
zahlte sich einmal mehr die gute Nachwuchsarbeit im USV Potsdam aus, was für die
Zukunft hoffen läßt.
Die Bürgermeisterin von Thyrow, Gertrud Klatt, hatte das Turnier wie immer mit
dem symbolischen ersten Zug am Spitzenbrett eröffnet und ehrte zum Schluß den
Sieger und die Platzierten. Paul Werner Wagner, der Vorsitzende der Emanuel-Lasker-Gesellschaft,
hatte eingangs die Aufgaben der Gesellschaft umrissen und insbesondere das Vorhaben
erläutert, das Gartenhaus Laskers in Thyrow im ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.
Dazu sind Spenden unter dem schachfreundlichen Sonderkonto 64 64 64 64 bei der
Dresdner Bank (BLZ 120 80 000) dringend erbeten, denn die Rekonstruktion kostet
viel Geld.
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